zurück Startseite

German Angst

Micky Beisenherz fühlt den Deutschen auf den Zahn

Die Deutschen: ein Volk von Bedenkenträgern mit der Neigung zu Hysterie, Überreaktion und Krisenstimmung – oder ist es gar nicht so schlimm und sind wir Deutschen gelassener als unser Ruf? Ein Ruf, der in der anglo-amerikanischen Welt zu einem eigenen Idiom für diese Haltung geführt hat: die German Angst. ZDFneo-Reporter Micky Beisenherz fühlt den Alltagssorgen der Deutschen auf den Zahn. 

Micky Beisenherz

Micky sucht die Ängste der Deutschen

Ab Donnerstag, 23. August um 23 Uhr läuft "German Angst" in ZDFneo.

(06.08.2012 Quelle: ZDF/Eileen Fröhlich)

"German Angst" kümmert sich um die gefühlten Nöte der Deutschen. In sechs Folgen macht sich ZDFneo-Reporter Micky Beisenherz auf die Spur der Ängste der Deutschen. Dabei stehen nicht etwa die großen, lähmenden Phobien, sondern die diffusen, schwer greifbaren Ängste wie zum Beispiel vor Gewalt, Überfremdung, sozialem Abstieg, dem Deutschsein, Überwachung oder Verantwortung im Vordergrund.

Die Gefühlswelt der Deutschen

Ist die jeweilige Angst berechtigt? Ist sie geschürt? Wenn ja, von wem? Wer profitiert von unseren Ängsten? Wie schaffen es Menschen, sich ihrer Angst zu entledigen? Ist deren Technik nachahmenswert? All diese Fragen beschäftigen Micky Beisenherz, während er sich durch die Gefühlswelt der Deutschen recherchiert und dabei immer wieder mit seinen eigenen diffusen Ängsten und Vorurteilen konfrontiert wird.

Micky Beisenherz trifft auf interessante Menschen mit spannenden Geschichten, die ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit diesen Ängsten gesammelt und daraus eine Haltung und Lebensmodelle entwickelt haben, die uns vielleicht Impulse für den Umgang mit unseren eigenen Ängsten und Unsicherheiten geben können.

Folgenübersicht

"Die Angst vor Gewalt"

Moderator Micky Beisenherz (m.) mit Magdeburger Polizisten.

Die Angst vor Gewalt ist eine der größten und präsentesten Ängste. Jeden Tag sind Zeitungen und Nachrichtensendungen voll von Geschichten über Straßenschlachten, Schießereien und U-Bahnschlägern. Aber nimmt die Gewaltbereitschaft in Deutschland tatsächlich immer mehr zu?

Micky Beisenherz trifft Gewaltopfer, Gewalttätige und auch Männer wie Erik Zühlsdorff: Der 41-Jährige ist Polizist in Magdeburg. Die Angst vor Gewalt ist für ihn allgegenwärtig - jede Woche steht er zwischen randalierenden Fans im Fußballstadion. Obwohl er im Dienst sogar einmal angeschossen wurde, geht er das Risiko in seinem Job immer wieder ein, Opfer von Gewalttaten zu werden.

"Die Angst vor Überwachung"

Moderator Micky Beisenherz mit Stasiopfer Ellen Thiemann

Die Angst vor Überwachung ist eine sehr greifbare und nachvollziehbare Angst, denn es gibt mehr Betroffene, als es auf den ersten Blick scheint. So begleitet die Angst vor Überwachung auch Ellen Thiemann. Thiemann war politische Gefangene in der DDR und saß zusammen mit Kleinkriminellen und Mörderinnen in einem Gefängnis – weil sie frei sein wollte.

Überwacht wurde auch Rolf Gössner, Anwalt und staatskritischer Publizist. Er wurde fast vier Jahrzehnte lang vom Bundesverfassungsschutz beobachtet. 

Micky trifft auch Burkard Schröder, der die Angst vor Überwachung in Deutschland für unterentwickelt hält. Angst vor Überwachung - übertrieben oder unterschätzt? ZDF-Reporter Micky Beisenherz geht der Frage auf den Grund.

" Die Angst vor Überfremdung"

Micky trifft Viviane, die ein Buch über ihre Schulzeit in Kreuzberg geschrieben hat.

ZDFneo-Reporter Micky Beisenherz will herausfinden, welche Probleme die Deutschen mit Migranten haben und wie stark die Angst vor Überfremdung Deutschland bestimmt. 

Er trifft unter anderem Frau Sarioglu, Chefin eines Hamburger Dönerladens, die so gar nicht dem Bild des integrationsunwilligen und nicht-deutschsprechenden Migranten entspricht, Petra Pau von den Linken und Markus Beisicht, Vorsitzender der rechten Bürgerbewegung PRO NRW, sowie die Autorin Viviane Cismak, die an einem Kreuzberger Gymnasium ihr Abitur ablegte und ein Buch über die dortige Schulsituation geschrieben hat.

"Die Angst vor dem sozialem Abstieg"

Moderator Micky Beisenherz (r.) mit Sänger Andreas Bourani.

Die Angst vor dem sozialen Abstieg ist die Angst, die immer mehr Menschen in unserem Land betrifft. Jeder fünfte Deutsche mit Abitur und Studium fürchtet sozial abzurutschen. Die größten Ängste sind die vor dem Jobverlust und die vor der Unterversorgung im Alter.

Petra van Laak beispielsweise erlebte den Sturz vom Luxusleben auf Hartz IV-Niveau und musste sich zurück in die Mittelschicht kämpfen. Auch Sänger Andreas Bourani kennt diese Ängste nur zu gut. Aktuell ist er ein angesehener Künstler - aber er will nicht als "One-Hit-Wonder" enden ... Und Heidemarie Schwermer hat die Angst vor dem sozialen Abstieg auf ungewöhnliche Weise besiegt. Die 68-Jährige lebt völlig mittellos und läuft so nie Gefahr, sozial abzusteigen.

"Die Angst vor Verantwortung"

Micky will wissen, was Verantwortung ist.

Die Angst vor Verantwortung ist eine Angst, mit der jeder Mensch schon einmal konfrontiert war – ob privat oder beruflich. Aber in welchen konkreten Lebenslagen blicken wir dieser Angst ins Auge?
Die Suche nach der Angst vor Verantwortung führt Micky Beisenherz unter anderem zu Menschen wie Wolfgang Konhäuser, der seine halbseitig gelähmte Frau in ein Pflegeheim geben musste, und zum Hamburger Anwalt Helmut Naujoks, dem öffentlich verantwortungsloses und unmenschliches Handeln vorgeworfen wird.
Doch was ist mit sozialer Verantwortung? Comedian Atze Schröder beispielsweise unterstützt seit vielen Jahren Kinderkrankenschwester Bettina Landgrafe bei ihrem Kampf gegen Kindersklaverei im westafrikanischen Ghana.

"Die Angst vor dem Deutschsein"

Moderator Micky Beisenherz (m.) im Opelclub.

Die Angst vor dem Deutschsein ist eine Angst, die sowohl ernsthaft und historisch als auch mit einem Augenzwinkern betrachtet werden muss.

Die Mitglieder des Opelclubs Lünen dürfen beispielsweise nicht mit ihren Fahrzeugen auf das Geländes ihres Clubhauses fahren - das Amt "Straßen NRW" verweigert den "Opelanern" die Zufahrt. Klingt nach typisch deutschem Behördenirrsinn, ebenso wie der Streit um die berühmten Maschendrahtzäune in Deutschlands Gärten, hinter denen die unliebsamen Nachbarn hausen ...
Eine ganz eigenwillige Sichtweise auf das Deutschsein hat das Ehepaar Bösel. Ihr Haus in Oldenburg ist komplett plakatiert mit Texasfahnen und Amerika-Nippes. Liana und Werner verlassen ihr Heimatland, denn sie finden die Deutschen zu engstirnig und die Bürokratie zu eingefahren.

06.08.2012

Versenden

Artikel versenden

Versenden Sie den Beitrag an Freunde.

Datenschutz
Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
schließen Beitrag versenden

Versenden

Hinweis

Der Beitrag wurde erfolgreich versendet.

schließen

Merkliste

Papierkorb Bild
Merkliste versenden Merkliste schließen

Merkliste

Merkliste versenden

Versenden Sie Ihr Merkliste an Freunde.

Datenschutz
Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
Zurück zur Merkliste Absenden Button

Merkliste

Hinweis

Die Merkliste wurde erfolgreich versendet.

Zurück zur Merkliste Merkliste schließen